So lerne ich

Ich laufe zu meinen Freunden Tessa und Marlene. Marlenes Papa fährt uns und Marlenes Bruder zur Schule. Puh, gerade noch 8 Uhr.

Bei uns in der Schule sind die Tische kreuz und quer verteilt. Ich stelle meinen Ranzen neben meinen Tisch. Wir dürfen arbeiten, was wir wollen. Dann schnappe ich mir mein JoJo-Heft und schreibe Wörter rein. Danach rechne ich Plus- und Minusaufgaben mit der 8. Danach arbeite ich mit dem Perlenmaterial.

Jetzt ist schon Frühstückszeit. Unser Lehrer und unsere Lehrerin lesen uns dabei ein Buch vor.

Dann haben wir Pause und gehen raus. Wir haben statt einem Pausenhof einen Pausenwald. Meine Klassenkameraden Paul und Fenja spielen mit mir zusammen „Erdmännchen“.

In der zweiten Freiarbeit, nach der Pause, übe ich, mein Projekt „Fisch“ vorzustellen.

Jetzt gibt es Mittagessen und danach wieder Pause. Wir haben am Nachmittag Musik und wir singen das Lied „Alle Kinder lernen Lesen“ und auch unser tolles „Monti-Lied“.

(Schulkind, 2. Klasse)

Orientierung

Die Strukturierung des Tages, der Woche und des Jahres bildet für unsere Schüler*innen den verlässlichen Rahmen, mit dem sie sich im Schulalltag orientieren können.

Unsere Monti öffnet um 7.30 Uhr und startet mit der Gleitzeit, in der die Kinder selbstständig mit ihrer Arbeit beginnen. Bis 8 Uhr sind alle Schüler*innen eingetroffen. Jeder Morgen startet mit dem Herzstück von Montessori: Freiarbeit. Die Kinder gehen an ihre selbst ausgewählten Arbeiten. Allein, mit Partner*in oder in einer kleinen Gruppe vertiefen sie sich in ihre individuellen Lerninhalte. Sie beschäftigen sich mit Themen und Materialien aus den Bereichen Kosmische Erziehung, Sprache und Mathematik. Die Lehrer*innen helfen dort, wo sie gebraucht werden.

Nach zwei Stunden Freiarbeit wird gemeinsam gefrühstückt und die Pädagogen lesen den Kindern ein ausgewähltes Buch vor. Anschließend geht's für eine halbe Stunde zum Toben, Spielen und Chillen in den Pausenwald.

Um 11 Uhr startet die zweite Freiarbeitsphase bis zum Mittagessen um 12 Uhr. Das Mittagessen nehmen die Gruppen gemeinsam ein.

Nach der Pause um 12.30 Uhr geht es um 13 Uhr entweder erneut in den Klassenraum für eine weitere Freiarbeitsphase oder in den Fachunterricht. Fächer wie Englisch, Musik, Sport und Friedenswerkstatt werden für jede Klassenstufe separat unterrichtet. Hier mischen sich die Klassenstufen der einzelnen Gruppen miteinander, so dass z.B die Viertkässler aus allen Gruppen zusammenlernen.

Um 15 Uhr ist die Schule aus. Kinder, die danach noch AGs haben, bekommen einen Snack und besuchen die Nachmittagsangebote bis 17 Uhr.

Daumen hoch - sagen unsere Ehemaligen

Jasmin, Medizinstudentin (Abitur 2012, Gymnasium am Mosbacher Berg)
Ich kann die Montessori-Schule nur empfehlen. Das Motto "Lerne es selbst zu tun" und die Art und Weise wie es an dieser Schule umgesetzt wurde, hat mir wirklich Spaß am Lernen gegeben und mich selbstständiger gemacht. Ich kam gut vorbereitet in die weiterführende Schule. Ich finde, dass das traditionelle Lernen mit Büchern und tonnenweisen Arbeitsblättern vielen Kindern schon sehr früh den Spaß am Lernen nimmt. Wenn man die Aufgaben kreativer, interaktiver und anschaulicher gestaltet, wie es meiner Meinung nach auf der Monti der Fall war, wird viel mehr Interesse geweckt. Mein Tipp an alle Montis: Habt Spaß und genießt, dass der "wahre Ernst des Lebens" noch nicht wirklich angefangen hat.
(Montessori Grundschulzeit: 1999 bis 2003)

Leonard, Student Wirtschaftsinformatik (Abitur 2015, Dilthey Gymnasium)
Meine Zeit an der Monti war eine unvergessliche und wunderschöne, mit vielen lebendigen Erinnerungen und Freundschaften, die bis heute halten. Ich habe an der Montessori Schule vor allem Eigenverantwortung, Eigenorganisation, Lernbereitschaft durch Freude und Selbständigkeit gelernt. Von diesen Grundeigenschaften profitiere ich noch immer. Meine Empfehlung lautet daher auch, dass Eltern ihren Kindern lieber diese Eigenschafften vermitteln sollten als reinen Unterrichtsstoff - der Erfolg ist dann nur eine logische Konsequenz. Ich konnte mich an der Schule entfalten, weil ich das gelernt habe, was mir gefallen und Spaß gemacht hat. Mein Tipp für Eltern: Vielleicht passt nicht jedes Kind zum Montessori Konzept, aber bringt ihr Kind schon viele der angesprochenen Grundeigenschaften mit, dann sollte es auf die Monti gehen.
(Montessori Grundschulzeit: 2002 bis 2006)

Philip, 11. Klasse (IGS Alexej von Jawlensky)
Meine schönsten Erinnerungen an meine Zeit an der Monti sind vor allem die Stunden, die man im Unterricht mit den Materialien und kleinen Spielen zugebracht hat. Dabei hat man immer etwas Neues dazugelernt, hatte aber auch Spaß am Lernprozess. Die Fähigkeit sich selbst beim Lernen zu organisieren, das freie Vortragen und präsentieren von Projekten, hat mir auf der weiterführenden Schule sehr geholfen. Der Grund, warum ich ein Kind auf die Monti schicken würde, ist vor allem der, dass man viel für das spätere Leben lernt und dabei immer Spaß hat, selber kreativ an Projekten arbeiten kann und dies alles selbstständig organisiert. Für die Zeit nach der Monti empfehle ich auf jeden Fall eine Schule mit G9. Auf diesen Schulen ist es nicht so stressig wie in G8 Schulen und man hat so viel mehr Zeit für Freizeitaktivitäten.
(Montessori Grundschulzeit: 2005 bis 2009)

Juan, 8. Klasse (Helene-Lange-Schule)
Ich bin in der 2. Klasse an die Monti gekommen. Von meiner Zeit dort habe ich vor allem von den vielen Projekten profitiert. Man konnte ganz in Ruhe über ein Thema alles recherchieren. Ich habe gelernt, wie man Referate vorbereitet und wie man sie hält. Außerdem habe ich gelernt, vor einer Gruppe von Leuten zu stehen und ohne Angst zu reden. Freiarbeit und Studierzeit waren für mich sehr wichtig, weil ich hier länger an meinen Themen bleiben konnte. An der weiterführenden Schule merke ich aber, dass ich lieber mit Noten arbeite. Ich brauche eine strengere Lernatmosphäre. Trotzdem habe ich meine Zeit in der Monti sehr genossen und ich habe andere wichtige Sachen gelernt, von denen ich heute noch profitiere. Mein Tipp! Genießt die schöne leichte Zeit. An der weiterführenden Schule ist es manchmal ganz anders.
(Montessori Grundschulzeit: 2008 bis 2011)

Lea, 5. Klasse (Gymnasium am Mosbacher Berg)
Ich fand meine Zeit an der Monti super. Besonders gut gefallen haben mir die Sachen, die mit der Kosmischen Erziehung zusammenhängen, wie z. B. der Kurs „Experimente". An der Monti wird das Selbstbewusstsein gestärkt. Ich habe gelernt, mein „eigenes Ding“ durchzusetzen. Man lernte hier nicht nur von Lehrern, sondern auch von anderen Kindern. Das ist viel besser. Der Übergang zum Gymnasium fiel mir leicht. Ich habe festgestellt, dass die „normale“ Art zu lernen mir mindestens genauso gut hilft. Ich bin jetzt am Gymnasium Mosbacher Berg und kann hier die „bewegte Pause“ sehr empfehlen!
(Montessori Grundschulzeit: 2010 bis 2014)