Quereinstieg in die Montessorischule

Die Einschulung und das erste Grundschuljahr stellen für viele Kinder eine große Veränderung ihres Alltages dar. Von der abwechslungsreichen, bewegungsintensiven und selbstbestimmten Vorschulzeit im Kindergarten erfolgt ein Wechsel zum gemeinsamen, organisierten Lernen im Klassenverband. Dort sieht sich das Kind mit neuen Anforderungen und Erwartungen konfrontiert.

Wie gut diese Umstellung funktioniert, hängt vor allem von den Lehrer*innen und auch der konkreten Schulform ab. Für Kinder, die mit der traditionellen Schulform nicht zurechtkommen, besteht die Möglichkeit innerhalb der Grundschulzeit zu einer anderen Schulform zu wechseln, die den Anforderungen des Kindes besser entspricht.

Die Montessoripädagogik gibt den Kindern mehr Raum und Zeit sich anzupassen, als ein klassischer Frontalunterricht. Die altersgemischten Klassen, das kindgerechte Lernumfeld, die Materialien sowie die Freiarbeit, in der die Schüler*innen sich freier entfalten können, sind die wesentlichen Eckpfeiler der Montessori Pädagogik.

Der Leitsatz von Maria Montessori „Hilf mir, es selbst zu tun“, bringt auf eine einfache Formel, was die Montessoripädagogik und auch unsere Montessori Schule besonders auszeichnet: Kinder wollen von sich aus lernen und sind bereit zu lernen, wenn man Sie nur lässt. Die gewählten Inhalte und das Tempo bestimmen die Kinder selbst und werden durch ihre Erfolgserlebnisse bestärkt und motiviert. Die Freude am Lernen zu erlernen und die Stärken der Schüler*innen zu fördern und gemeinsam an ihren Schwächen zu arbeiten, steht an unserer Schule im Zentrum der Arbeit mit Ihrem Kind.

Wenn dieser Weg für Sie und Ihr Kind der richtige ist, kann Ihr Kind bis zur dritten Klasse jederzeit flexibel an unsere Schule wechseln (freie Plätze vorausgesetzt). In einer mehrtägigen Hospitation lernt Ihr Kind uns und unsere Schule kennen. In dieser Zeit machen wir uns eine Bild von Ihrem Kind. Zusammen mit Ihnen besprechen wir den dann den möglichen weiteren gemeinsamen Weg.

Für das Schuljahr 2022/2023 haben wir noch wenige freie Plätze. Bei Interesse und für weitere Informationen wenden Sie sich bitte per Mail an Regine Hadaschik oder per Telefon unter 0611-1842459.

Das sagen Eltern nach dem Wechsel

Familie Petter

„Unser Sohn kam Mitte des letzten Schuljahres als Quereinsteiger in die Erle-Gruppe.  Innerhalb von nur einem (!) Tag wurde aus einem Kind, welches die Schule hasst zu einem Kind, welches die Schule liebt und sich jeden einzelnen Tag auf den Unterricht freut. Die Lehrer sind sehr motiviert und das spiegelt sich auch im Umgang mit den Kindern wider. Weiterführende Fragen der Kinder werden aufgegriffen und in den Unterricht integriert und auf Unsicherheiten mit viel Feingespür und Respekt eingegangen. Unser Sohn hat sich schnell im Montessori-Alltag zurechtgefunden und selbst in dieser kurzen Zeit unglaublich viel gelernt. Seit diesem Schuljahr besucht unsere Tochter die Montessorischule (2. Klasse) und auch bei Ihr sind wir sehr froh, diese Entscheidung getroffen zu haben.“

Familie Voth

„Unser Sohn ist zur 3. Klasse auf die Monti gewechselt. In seiner alten Grundschule gab es immer wieder Probleme. Er wollte immer viel selbst ausprobieren und selbstständig sein. Auf der Monti hatte er dann diese Möglichkeit. „Hilf mir es selbst zu tun“ war genau das, was ihn motiviert hat. Er ist total aufgeblüht und hatte wieder Spaß am Lernen und in der Schule. „Kinder da abholen, wo sie stehen“ wird hier nicht nur so daher gesagt, weil es alle sagen! Sondern hier wird es auch gemacht. Wir waren auf der Monti einfach nur begeistert und mehr als 100% zufrieden!“

Familie Horbach

Das erste Schuljahr an der Regelschule verlief äußerlich gut, obwohl man zunehmend eine Veränderung in seinem Wesen beobachten konnte. Die kindliche Freude ging zunehmend verloren, Unlust kam immer mehr durch, auf Fragen antwortete er ausweichend. Erst gegen Ende des ersten Schuljahres kam durch einen Zufall heraus, dass Lars weit, weit hinter dem Klassendurchschnitt zurücklag, was seitens der Schule aber nicht kommuniziert wurde. Vier Wochen nach Beginn des zweiten Schuljahres wurde uns in einem Elterngespräch versichert, dass Lars jetzt aus „Montessori-Büchern“ lernt und damit viel besser zurechtkommt als dem Standard-Lehrmaterial. Im Nachhinein betrachtet war diese Aussage Unfug, denn „Montessori-Bücher“ gibt es nicht. Kurz vor Ende des ersten Halbjahres der zweiten Klasse wurde uns dann nahegelegt, Lars aufgrund seiner „schwachen Erfolge“ das Schuljahr wiederholen zu lassen. Damit war für uns die Entscheidung gefallen, Lars von dieser Schule herunterzunehmen.

An der Montessori-Schule Wiesbaden war es problemlos möglich, kurzfristig zwei Tage Probeunterricht für Lars zu bekommen. Ein merkwürdiges Gefühl, sein Kind morgens an einer völlig fremden Schule abzusetzen, fernab seiner gewohnten Umgebung und Freunde. Noch spannender war allerdings nachmittags das Warten vor der Schule, bis um fünfzehn Uhr ein strahlendes Kind aus der Tür kam. Orginal-Ton Lars: „Papa, das ist soo toll hier! Kann ich hierbleiben? Ich will nicht mehr in die alte Schule zurück! Bitte!“

 

 

Und die Aufholjagd begann. Denn die Defizite, die anderthalb Jahre öffentliche Grundschule hinterlassen hatten, mussten ja aufgearbeitet werden. Leicht war es nicht immer und: ja, es gab Streitereien, wenn noch etwas außerhalb der Schulzeit nachgearbeitet werden musste. Aber dieses tiefe Unglücklichsein, dass wir bei ihm in seinem ersten Schuljahr bemerkt hatten, kam in der gesamten Zeit an der Monti nie wieder vor.

Lars wollte wieder lernen, dank der motivierenden Lehrkräfte und Materialien an der Monti-Schule. Von der neugeweckten Neugier und der Lern-Selbstständigkeit, die er sich dort erarbeitete, profitiert er an der weiterführenden Schule enorm.   

Wir haben uns entschieden, Lars an eine integrierte Gesamtschule zu schicken. Damit stehen ihm für seinen weiteren schulischen Werdegang alle Türen offen, ohne ihn dem erhöhten gymnasialen Druck auszusetzen.  

Lars erledigt alle Hausaufgaben in Eigenregie, bis auf die ein oder andere Frage gelegentlich, und organsiert seinen Schulalltag völlig selbständig, wie an der Monti gelernt. Er ist jetzt im zweiten Jahr an der weiterführenden Schule und gehört mit einem Notendurchschnitt von 1,3 zu den drei besten Schülern seiner Klasse.